Malediven - Gesundheit und Impfungen

Wer auf die Malediven reisen möchte und bis zu 9 Tage vor der Reise in einem Land mit erhöhtem Geldfieberrisiko gewesen ist, muss eine gültige Gelbfieberimpfung nachweisen können. Ausgenommen von dieser Regelung sind Kinder unter einem Jahr. Urlauber, die vor Reiseantritt auf die Malediven nur in Deutschland gewesen sind, müssen keine besonderen Impfvorschriften erfüllen. Erwachsenen werden von dem Auswärtigen Amt bei einer Reise auf die Malediven folgende allgemeine Impfungen empfohlen:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Polio (Kinderlähmung)
  • Masern
  • Mumps
  • Röteln
  • Influenza (Grippe)
  • Pneumokokken

Besondere für die Reise empfohlene Impfungen sind:

  • Hepatits A
  • Hepatitis B (bei längerem Aufenthalt)
  • Typhus (bei längerem Aufenthalt)

Eine mögliche Erkrankung auf den Malediven ist das Dengue Fieber. Übertragen wird die Krankheit durch Mücken, eine spezielle Schutzimpfung existiert nicht. Die Krankheitssymptomatik ähnelt einer schweren Grippe oder der Malaria. In einzelnen Fällen können durch die Erkrankung ernsthafte Gesundheitsschäden auftreten. Der beste Schutz vor dem Dengue Fieber ist das Tragen von langer Kleidung und der konsequente Einsatz von hochwertigem Insektenschutz bzw. Repellent. In der Nacht sollten imprägnierte Moskitonetze verwendet werden. Während der Regenzeit (Mai bis September) ist das Risiko an Dengue Fieber zu erkranken höher als in der Trockenzeit.

Leitungswasser ist nirgendwo auf den Malediven zum Trinken geeignet. Auch zum Zähneputzen oder Waschen von Obst sollte Trinkwasser verwendet werden.

Aufgrund der Nähe der Malediven zum Äquator ist die Sonneneinstrahlung sehr hoch. Unbedingt sollte daher täglich eine Sonnenschutzcreme mit hohem Schutzfaktor verwendet werden. Besonders bei Kindern und älteren Personen muss darauf geachtet werden, dass ausreichend Flüssigkeit eingenommen wird. An den stark besuchten Stränden sollte nicht barfuß gegangen werden, da durch Tierkot im Sand parasitäre Hautkrankheiten übertragen werden können. Auf Malé befinden sich zwei Krankenhäuser, die in den meisten Fachbereichen jedoch nicht dem europäischen Standard entsprechen. Ein gültiger Krankenversicherungsschutz wird dringend geraten, bei schweren Erkrankungen werden meist Krankenhäuser in Dubai oder Singapur angeflogen. Wer unter einer chronischen Erkrankung leidet, sollte sich vor Reiseantritt bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt informieren.