Haie üben auf viele Menschen eine enorme Faszination aus und zugleich auch Angst. Besonders am Strand stellt sich bei Urlaubern oft eine Frage ganz konkret: Wo gibt es die meisten Haie? Diese Frage ist berechtigt, denn obwohl Haiangriffe selten sind, gibt es weltweit Regionen, in denen die Begegnung mit einem Hai wahrscheinlicher ist als anderswo.
Dieser Artikel gibt einen fundierten Überblick über die Gebiete mit den meisten Hai-Sichtungen und Angriffen, stellt die gefährlichsten Haiarten vor und erklärt, warum bestimmte Orte für Zwischenfälle besonders anfällig sind. Wer sich fragt, wie hoch das Risiko wirklich ist, sollte unbedingt weiterlesen.
Wo gibt es die meisten Haie? Florida und seine Zwischenfälle
Die Region mit den häufigsten Haiangriffen ist seit Jahren Florida. Die US-amerikanische Ostküste, vor allem die Gegend um New Smyrna Beach, gilt als internationaler Hotspot für Zwischenfälle. Laut dem International Shark Attack File traten dort im Jahr 2023 mehr als zwanzig dokumentierte Vorfälle auf. Damit liegt Florida erneut an der Spitze, wenn es darum geht, wo es die meisten Haie gibt.
Die Ursache für diese Häufung liegt in mehreren Faktoren. Zum einen ist die Küste flach und reich an Fischen, was Haie anlockt. Zum anderen zieht das warme, klare Wasser besonders viele Surfer und Schwimmer an. Diese verbringen viel Zeit im Meer und geraten dadurch häufiger in Bereiche, in denen sich auch Haie aufhalten. Besonders Bullenhaie und Tigerhaie werden dort regelmäßig gesichtet.
Warum an manchen Stränden das Risiko höher ist
Nicht jeder Strand ist gleich gefährlich. Es gibt Orte, an denen das Risiko für eine Begegnung mit einem Hai deutlich größer ist. Das liegt oft daran, dass bestimmte Gewässer besonders fischreich sind oder ein hohes Vorkommen an Meeresschildkröten und anderen Beutetieren aufweisen. Haie folgen diesen Tieren, weil sie dort Nahrung erwarten.
Strände in Regionen mit vielen Flussmündungen, wie in Südafrika oder Australien, sind ebenfalls Risikozonen. Dort halten sich oft Bullenhaie auf, die sich sowohl im Süß- als auch im Salzwasser wohlfühlen. Wo es viele Beutetiere gibt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hai einem Menschen zu nahe kommt. Auch Fischereiaktivitäten in der Nähe können Haie anlocken, wenn durch Beifang Futterreste ins Wasser gelangen.
La Réunion gilt als besonders gefährlich
Ein weiterer Ort, der bekannt ist für eine hohe Zahl von Haiangriffen, ist die Insel La Réunion im Indischen Ozean. Obwohl dort vergleichsweise wenige Menschen ins Wasser gehen, ist das Verhältnis von Angriffen zu Badegästen weltweit am höchsten. Auch hier stellt sich die Frage wo gibt es die meisten Haie, denn die hohe Präsenz von Bullenhaien macht das Baden besonders riskant.
Die Behörden haben aus Sicherheitsgründen bereits mehrere Strände dauerhaft gesperrt. Auch spezielle Schutznetze wurden installiert, um Schwimmer zu schützen. Dennoch kommt es immer wieder zu Vorfällen, insbesondere bei Surfern, die sich weiter draußen im Wasser aufhalten. Die Nähe zur Fischerei und das warme Klima machen die Insel für Haie attraktiv.
Australien ist nicht nur für Surfer beliebt
Australien ist für viele ein Sehnsuchtsziel, aber auch für Haie. Besonders an der Ostküste, etwa in der Region von New South Wales oder Queensland, gibt es regelmäßig Hai-Sichtungen. Auch hier spielt die Frage wo gibt es die meisten Haie eine zentrale Rolle bei der Urlaubsplanung.
Weiße Haie, Bullenhaie und Tigerhaie sind in australischen Gewässern regelmäßig unterwegs. Die Surfkultur ist stark ausgeprägt, viele Menschen verbringen täglich Stunden im Meer. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit einer Begegnung. Die australische Regierung betreibt daher intensive Forschung zur Haiwanderung und setzt auf Frühwarnsysteme, um Badegäste zu schützen.
Warum sind Surfer und Taucher betroffen?
Ein Großteil der dokumentierten Haiangriffe betrifft Surfer und Taucher. Diese Gruppen sind besonders exponiert, da sie sich oft außerhalb der flachen Badezonen aufhalten und dort länger im Wasser bleiben. Außerdem ähneln paddelnde Bewegungen aus der Sicht eines Hais oft einer Meeresschildkröte, ein klassischer Fall von Verwechslung.
Viele Angriffe verlaufen glimpflich. Der Hai beißt einmal und lässt danach vom Menschen ab. Solche sogenannten Testbisse entstehen oft aus Neugier oder dem Erkundungssinn des Tieres. Dennoch kann es zu schweren Verletzungen durch Blutverlust kommen, vor allem wenn wichtige Arterien getroffen werden.
Welche Haiarten sind für Angriffe verantwortlich?
Nur wenige Haiarten sind für die meisten Angriffe auf Menschen verantwortlich. Dazu gehören vor allem drei Arten:
- Weiße Haie leben im offenen Ozean, kommen aber zur Küste, wenn dort Robben oder Fischschwärme unterwegs sind. Sie gelten als durchsetzungsfähige Raubfische mit gutem Orientierungssinn.
- Tigerhaie sind in tropischen Gewässern aktiv und als Allesfresser bekannt. Sie fressen Schildkröten, Fische, Vögel und sogar Müll. Ihre Neugier bringt sie oft in die Nähe des Menschen.
- Bullenhaie sind besonders gefährlich, da sie sich auch in Flussdeltas und Süßwasserzonen bewegen. Sie sind äußerst anpassungsfähig und gelten als unberechenbar.
Weitere Arten wie der Blauhai, der Riesenhai oder der Heringshai werden seltener mit Zwischenfällen in Verbindung gebracht.
Hat es 2025 mehr Haiangriffe gegeben als in den Vorjahren?
Die Frage nach der Häufigkeit von Haiangriffen lässt sich nicht pauschal beantworten. Für das Jahr 2025 liegen bislang vorläufige Zahlen vor, die in etwa auf dem Niveau der Vorjahre liegen. Schon 2024 wurden weltweit rund 70 nicht provozierte Haiangriffe registriert, davon endeten acht tödlich. Die Zahlen schwanken jährlich und hängen stark von Umweltfaktoren wie Strömungen, Temperaturen und der Aktivität der Menschen im Wasser ab.
Ein Anstieg der gemeldeten Angriffe bedeutet nicht zwingend, dass es mehr Haie gibt. Vielmehr verbringen immer mehr Menschen Zeit im Meer, nutzen Drohnen oder teilen Sichtungen in sozialen Netzwerken. Dadurch werden Vorfälle schneller bekannt und statistisch erfasst. Laut einer Analyse des Global Shark Attack File lassen sich die meisten dokumentierten Zwischenfälle auf menschliches Verhalten und zunehmende Präsenz in den Lebensräumen der Haie zurückführen.
Übersicht nicht provozierter Haiangriffe weltweit im Jahr 2024
| Land / Region | Anzahl Angriffe | Davon tödlich | Häufigste Aktivität |
|---|---|---|---|
| USA (insgesamt) | 36 | 1 | Surfen / Wellenreiten |
| – davon Florida | 18 | 0 | Surfen |
| Australien | 15 | 2 | Schwimmen / Schnorcheln |
| Südafrika | 5 | 1 | Tauchen |
| Brasilien | 3 | 0 | Schwimmen |
| Bahamas | 2 | 1 | Freitauchen |
| Ägypten (Rotes Meer) | 2 | 2 | Schnorcheln |
| Weitere Länder | 7 | 1 | Verschiedenes |
| Weltweit gesamt | 70 | 8 |
Verhalten im Ernstfall: Was tun bei einem Haiangriff?
Sollte es tatsächlich zu einer Attacke kommen, ist schnelles und ruhiges Verhalten entscheidend. Experten raten dazu, gezielt auf die Augen oder Kiemen des Hais zu schlagen, da diese Stellen sehr empfindlich sind. Wilde Bewegungen und Panik können das Tier weiter reizen.
Oft lässt ein Hai nach dem ersten Biss wieder ab, insbesondere wenn er merkt, dass es sich nicht um seine bevorzugte Beute handelt. Wird der Verletzte zügig aus dem Wasser gebracht und medizinisch versorgt, sind die Überlebenschancen gut. Der größte Risikofaktor ist der Blutverlust, weshalb eine schnelle Versorgung entscheidend ist.
Der Hai als bedrohte Art trotz schlechter Presse
Trotz der häufigen medialen Darstellung als gefährliches Tier ist der Hai in vielen Regionen stark bedroht. Laut Roter Liste sind viele Haiarten vom Aussterben bedroht, insbesondere durch die industrielle Fischerei. Auch Beifang in Stellnetzen trägt dazu bei, dass immer mehr Haie sterben.
Der WWF und andere Organisationen betonen, wie wichtig Haie für das ökologische Gleichgewicht der Meere sind. Sie regulieren Fischbestände und tragen zur Gesundheit von Korallenriffen bei. Der Mensch ist für den Hai weitaus gefährlicher als umgekehrt. Jährlich sterben Millionen Haie durch menschliche Aktivitäten, während Haiangriffe auf Menschen sehr selten bleiben.
Wo gibt es die meisten Haie? Der Blick auf andere Regionen
Neben den bekannten Hotspots wie Florida, La Réunion und Australien gibt es noch weitere Regionen, in denen regelmäßig Haie gesichtet werden. Dazu zählen:
- Südafrika, vor allem rund um Kapstadt. Dort gibt es viele Weiße Haie, was auch mit der hohen Robbendichte zu tun hat.
- Kalifornien, besonders im Raum Santa Barbara und San Diego. Auch hier ziehen große Fischschwärme regelmäßig Haie an.
- Das Rote Meer, etwa bei Hurghada, wo es in den letzten Jahren zu mehreren Vorfällen kam.
Diese Orte sind keine ständige Gefahr, doch sie zeigen, wo es die meisten Haie gibt, insbesondere in Kombination mit menschlicher Aktivität im Wasser. Wer sich vor Ort informiert und die lokalen Warnsysteme beachtet, kann das Risiko jedoch deutlich senken.
Fazit: Wo gibt es die meisten Haie?
Die Frage wo gibt es die meisten Haie lässt sich klar beantworten: Florida, La Réunion und Australien führen die Statistik an. Das Risiko eines Haiangriffs ist dennoch gering, insbesondere wenn man sich an Warnungen hält und bestimmte Verhaltensregeln beachtet.
Die meisten Angriffe entstehen aus Verwechslung oder Neugier, nicht aus Aggression. Der Mensch ist für den Hai die deutlich größere Gefahr als umgekehrt. Wer den Lebensraum der Haie respektiert und umsichtig handelt, kann das Meer ohne Angst genießen.
FAQs: Wo gibt es die meisten Haie? Ihre Fragen beantwortet
Wo gibt es die meisten Haie der Welt?
| Region/Gewässer | Beschreibung |
|---|---|
| Australien | Bekannt für Weiße Haie, Tigerhaie und Bullenhaie. Häufige Sichtungen entlang der Ostküste. |
| Florida (USA) | Spitzenreiter bei Haiangriffen. Viele Haiarten wie Sandhaie und Schwarzspitzenhaie. |
| Südafrika | Heimat des Weißen Hais, besonders im Gansbaai-Gebiet. |
| Bahamas | Bekannt für glasklare Gewässer mit Tigerhaien und Hammerhaien. |
| Indischer Ozean | Region um La Réunion und Seychellen mit häufigen Hai-Sichtungen. |
Wo kommen Haie am häufigsten vor?
Haie sind weltweit verbreitet und leben in allen Ozeanen, von der Arktis bis zu den Tropen. Besonders häufig sind sie in warmen, nährstoffreichen Gewässern wie Küstenregionen und Korallenriffen zu finden. Das offene Meer beherbergt zahlreiche wandernde Haiarten wie Blauhaie und Heringshaie, während Küstengewässer von Arten wie Bullenhaien und Tigerhaien dominiert werden.
In welchem Meer hat es am meisten Haie?
- Indischer Ozean: Zahlreiche Haiarten, darunter Riffhaie und Bullenhaie. Hotspots wie Malediven und Seychellen.
- Atlantischer Ozean: Besonders vor der Küste Floridas und der Karibik hohe Hai-Population.
- Pazifischer Ozean: Heimat vieler Arten, darunter Hammerhaie und Weiße Haie, besonders in der Region von Australien und Kalifornien.
- Rotes Meer: Bekannt für Tigerhaie und graue Riffhaie. Häufiges Ziel von Schnorchlern und Tauchern.
In welchem Land gibt es die gefährlichsten Haie?
| Land | Gefährliche Haiarten | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Australien | Weiße Haie, Tigerhaie, Bullenhaie | Viele unprovozierte Haiangriffe, häufig in Gewässern um Sydney und Queensland. |
| USA (Florida) | Schwarzspitzenhaie, Bullenhaie, Tigerhaie | Höchste Anzahl von Haiangriffen weltweit. Florida ist ein globaler Hotspot. |
| Südafrika | Weiße Haie, Tigerhaie | Besonders gefährliche Begegnungen im Gansbaai-Gebiet, bekannt für Käfigtauchen. |
| La Réunion | Bullenhaie, Tigerhaie | Sehr hohe Rate an tödlichen Vorfällen. |
| Brasilien | Bullenhaie | Viele Vorfälle in der Region um Recife, besonders in Küstengebieten. |





