Malediven - geografische Lage

Die Inselgruppe Malediven ist die begehrteste Inselkette im Paradies. Sie ist eine von insgesamt 19 bekannten Inselgruppen im Indischen Ozean. Sie liegt ungefähr 500 km südwestlich von der Südspitze Indiens und 770 km südwestlich Sri Lankas entfernt. Die Inseln, verteilt auf von Korallenriffen umgebenen Atollen, liegen auf dem maledivischen Rücken, einer abgesunkenen Randscholle Indiens. Sie selbst haben eine Größe von maximal 400 mal 600 Meter und die Inselkette, die den Äquator durchschneidet, endet nach einer Gesamtstrecke von 871 Kilometern.

Die Insel Vilinglili im Addu-Atoll ist mit ihrer Höhe von 2,4 Metern über dem Meeresspiegel das höchste Eiland. Die Hauptinsel heißt Malé und ihre Hauptstadt Malé zählt zu den dicht besiedelten Orte in der ganzen Welt. Auf ihren 5,7 Quadratkilometern leben über 130.000 Menschen und reiht sich Hochhaus an Hochhaus. Hulhumale wird die zweite Hauptstadt Malés werden. Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte wird eine weitere künstliche Insel angegliedert, um der Bevölkerungsexplosion Herr zu werden.

Zu den wichtigsten Atollen zählen neben dem dicht bevölkerten Malé-Atoll das Ari-Atoll, das Addu-Atoll, das Suvadiva-Atoll und das Tuladummati-Atoll. Während Hawaii z. B. aus vulkanischem Gestein besteht, sind die Atolle Ergebnisse von Vulkanausbrüchen einer im Meer befindlichen Gebirgskette und zählen zu den Korallenriffen, die aus der entronnenen Lava gebildet wurden. Dies Lava umschloss die Vulkangipfel oberhalb der Wasseroberfläche und bildete sich zu Inseln aus. Die Besonderheit des Addu-Atolls südlich des Äquators besteht im Gegensatz zu den anderen Atollen darin, dass über Dämme zwischen ein paar Inseln des ringförmigen Korallenriffs gewechselt werden kann. Diese Lage wurde der Inselkette beinahe zum Verhängnis, haben doch warme Strömungen, bedingt durch den Klimawandel, die sich ungehindert zwischen den Inseln und Korallenriffs bewegen können, beinahe das Aussterben der Korallen bedeutet. Heute zählt die Inselkette wieder zu der Toplage für Taucher und Schnorchler, die in diesen Gewässern eine Unterwasserwelt erleben können, wie sonst nirgends auf der Welt.